Was bin ich?

Es war einer dieser dunklen und kalten Wintertage. Die Männer saßen in den Schankhäusern, tranken und diskutierten über die neuesten Ereignisse. Draußen war es still und bereits dunkel. Ich schaute von oben auf das Dorf herab und konnte das Denkmal des Gründers erkennen. Verrostet und alt war es; glänzte schon lange nicht mehr so, wie zu der Zeit, als es aufgestellt wurde.
Noch gut habe ich diese längst vergangenen Tage vor Augen. Und auch nach 100 Jahren werde ich sie noch vor Augen haben. Ich habe die Not und das Leid in dem Dorf gesehen, kann mich an die Gesichter derer erinnern, die es überlebt haben und an die, die es nicht geschafft haben.
Aber ich habe auch all die Freuden und glückseligen Momente dort unten beobachtet. Im Winter war ich allen ein Licht und habe den Menschen einen Weg geleuchtet, die keinen hatten.
Und so werde ich auch in 1000 Jahren hier sein, wenn das Dorf der Menschen verschwunden und in Vergessenheit geraten ist.
Ich habe alles gesehen und werde noch vieles mehr sehen. Meine Weisheit übersteigt alles. Ich werde da sein. Bis zu jenem Tag, an dem meine Lebenskraft schwindet und dann werde ich fallen.

Was bin ich?

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